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Altersstrategie 2035

Die neue Altersstrategie soll das Wohlbefinden und die Selbstbestimmung älterer Menschen fördern. Gleichzeitig will sie dem wachsenden Pflegebedarf gerecht werden. Die Gemeinde setzt auf Zusammenarbeit mit den Dienstleistenden, eine breite Beteiligung der älteren Bevölkerung und konkrete Massnahmen.

Die wichtigsten Gründe

• Mit der Babyboomer-Generation (Jahrgänge 1946 – 1964) wächst die Zahl der Älteren. Im Jahr 2000 war in Pfäffikon
jede siebte Person über 65, heute ist es fast jede fünfte – Tendenz steigend.

• Das Alter ist vielfältiger geworden. Aktivität, Selbstbestimmung und individuelle Lebensentwürfe prägen das Bild.

• Mit mehr Hochaltrigen steigt der Bedarf an Langzeitpflege. Im Kanton Zürich sind die Gemeinden für ambulante und
stationäre Angebote verantwortlich.

• Die Gemeinden tragen den Pflegekostenanteil der öffentlichen Hand. In Pfäffikon haben sich die Heim- und Spitexkosten
seit 2010 vervierfacht.

• Viele Ältere engagieren sich freiwillig und leisten einen wichtigen Beitrag zur Gemeinschaft. Sie sind im demografischen
Wandel eine tragende Säule.

Von der älteren Bevölkerung mitgestaltet

Die Altersstrategie entstand durch ein breit abgestütztes Verfahren. Eine Steuergruppe der Gemeinde leitete den Prozess. Ältere Einwohnerinnen und Einwohner brachten ihre Sichtweisen ein, ebenso Institutionen und Organisationen aus dem Altersbereich. Eine Bevölkerungsumfrage ermittelte ab September 2024 Bedürfnisse und Anliegen. Im Januar 2025 diente ein öffentlicher Mitwirkungsanlass der Ideensammlung. Die Steuergruppe, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Gemeinderats und der Verwaltung, arbeitete mit einer externen Expertin zusammen. Die Gruppe erfasste die bestehenden Unterstützungsangebote, analysierte, wo es Änderungen braucht, und plante, wie sich alles sinnvoll und wirtschaftlich organisieren lässt. Die Strategie setzt sechs Schwerpunkte (siehe Folgeseiten) und umfasst fast 20 Massnahmen mit über 50 Aktivitäten. Die Fachstelle Alter und Gesundheit sowie der Bereich Gesellschaft übernehmen die Umsetzung.

Kurzfassung Altersstrategie 2035

Die Schwerpunkte im Überblick

Begegnung und Engagement

• Treffpunkte schaffen und Kontakte fördern

• Freiwilliges Engagement ermöglichen

• Austausch zwischen Generationen beleben

Wohnen und öffentlicher Raum

• Altersgerechtes Wohnen unterstützen

• Mobilität und Sicherheit erhöhen

• Quartiere gemeinsam gestalten

Prävention und Gesundheitsförderung

• Risiken vorbeugen

• Alltag mit Erkrankungen erleichtern

• Präventive Hausbesuche anbieten

Alltagsunterstützung und Pflege

• Selbständigkeit bewahren

• Betreuung zuhause ausbauen

• Pflegeplätze bereitstellen

Information und Beratung

• Zentrale Anlaufstelle bei der Gemeinde

• Über Finanzierungsmöglichkeiten aufklären

• Beratung vor Ort anbieten

Übergänge und Lebensende

• Selbstbestimmung stärken

• Veränderungen bewusst gestalten

• Palliative Betreuung gewährleisten

Umsetzung und Erfolgskontrolle

Die Entwicklung der Massnahmen ist innerhalb der Gemeinde und mit den Akteuren breit diskutiert und wird auf verschiedenen Ebenen umgesetzt:

Umsetzung der Massnahmen durch die Fachstelle Alter und Gesundheit /Bereich Gesellschaft

  • Für die Umsetzung von Massnahmen sind primär die Altersbeauftragte und die Bereichsleitung Gesellschaft verantwortlich.
  • Sie erstellen eine Jahresplanung und eine Ressourcenplanung und sie sichern die Aufnahme der geplanten Aufwände ins Budget.
  • Die Jahresplanung und Ressourcenplanung wird durch die Steuergruppe Bereichsleitung Gesellschaft, Ressortvorsteher Gesellschaft und Mitglieder der Sozialbehörde für Alter und Gesundheit beraten
  • Der Bereich Gesellschaft sucht die interdisziplinäre Zusammenarbeit, um einzelne Massnahmen umzusetzen.

Umsetzung der Massnahmen durch die Gemeindeverwaltung

  • Wo sinnvoll, können Massnahmen in bestehende Gesamtprojekte der Gemeinde eingebettet werden.
  • Ausserdem können Projekte in die Legislaturziele aufgenommen und in diesem Rahmen bearbeitet werden

Umsetzung der Massnahmen durch die Akteure

  • Die Umsetzung der Massnahmen im Zuständigkeitsbereich der Akteure ist in deren Verantwortung resp. sind wo vorhanden über Leistungsvereinbarungen mit der Gemeinde geregelt.

Erfolgskontrolle

  • die Altersbeauftragte und die Bereichsleitung Gesellschaft sind verantwortlich für das Reporting und erstellen einmal pro Jahr eine Übersicht über die Umsetzung der Massnahmen
  • Das Reporting wird einmal jährlich durch die Steuergruppe Bereichsleitung Gesellschaft, Ressortvorsteher Gesellschaft und Mitglieder der Sozialbehörde für Alter und Gesundheit beraten und der Sozialbehörde zur Kenntnis gebracht
Eva Beurer
Funktion:
Leitung Fachstelle Alter und Gesundheit