27.03.2025

Jahresrechnung 2024 mit Ertragsüberschuss von 2.8 Mio. Franken

Erfolgsrechnung

Die Jahresrechnung 2024 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 2.8 Mio. Franken ab. Das Budget war von einem Ertragsüberschuss von 0.2 Mio. Franken ausgegangen. Dem Gesamtaufwand von 90.9 Mio. Franken stehen Erträge von 93.8 Mio. Franken gegenüber.

Die Steuererträge von juristischen Personen sind 0.3 Mio. Franken höher als budgetiert. Die Erträge der Grundstückgewinnsteuern liegen jedoch um 2.4 Mio. deutlich unter dem Budget. Die Steuerkraft von Pfäffikon sinkt gegenüber dem Vorjahr, gleichzeitig steigt diejenige vom Kanton, was zu einem höheren Finanzausgleich von 1.3 Mio. Franken führt. 

Der Bereich Liegenschaften schneidet um 0.3 Mio. Franken schlechter ab als budgetiert. Dies ist vor allem auf die höheren Abschreibungen sowie die höheren Gas- und Strompreise zurückzuführen. Zusätzlich hat sich der Verkauf von Liegenschaften im Jahr 2024 mit einem geplanten Buchgewinn von 0.85 Mio. Franken verzögert und wird erst im Jahr 2025 teilweise umgesetzt.

Bei den Bereichen Hochbau + Umwelt sowie Tiefbau gab es jeweils tiefere Kosten von 0.2 Mio. Franken wegen tieferen Beiträgen an den öffentlichen Verkehr, tieferen Abschreibungen und zeitnäheren Abrechnungen von Baugesuchen. Zudem sind weniger Dienstleistungen von Dritten in Anspruch genommen worden.

Die ZKB-Gewinnausschüttung fiel um 0.25 Mio. Franken höher aus als geplant.

Der Bereich Soziales weist Minderkosten von 0.8 Mio. Franken aus. Dies aufgrund höherer Rückerstattungen vom Kanton, einerseits wegen der Erhöhung der Asylquote, andererseits durch den sehr guten Umgang mit den Wohnungsbelegungen im Asylwesen. Dadurch konnte ein hoher Deckungsgrad bei den Kantonsbeiträgen erreicht werden.

Beim Bereich Jugend und Integration konnte der unbestrittene Teil der Rückforderung der Heimversorgertaxen 2006-13 vom Kanton von insgesamt 1.6 Mio. Franken als Ertrag abgegrenzt werden, was einer der Hauptgründe für das sehr positive Jahresergebnis darstellt.

Die Schule weist gesamthaft Minderkosten 0.3 Mio. Franken gegenüber dem Budget aus. Bei einem Nettoaufwand von 26.9 Mio. Franken entspricht dies 1 %.

Der betriebliche Aufwand steigt gegenüber dem Budget um 0.5 Mio. Franken, das sind 0.6 %. Der betriebliche Ertrag steigt um 3.5 Mio. Franken, dies entspricht 4.1 %.

Investitionen

Die Netto-Investitionen beliefen sich auf 7.9 Mio. Franken und erreichen damit nur rund 47 % des budgetierten Gesamtbetrages. Ohne das budgetierte Darlehen von 2.0 Mio. Franken an die Gemeindewerke, das anderweitig bezogen wurde, sind es rund 54 % des budgetierten Gesamtbetrages.

Die Selbstfinanzierung beträgt 7.8 Mio. Franken und verfehlt somit die Nettoinvestitionen des Verwaltungsvermögens von 7.9 Mio. Franken nur knapp. Der Selbstfinanzierungsgrad beträgt somit 99 %. Budgetiert war ein Selbstfinanzierungsgrad von 32 %.

Gesamtwürdigung und Ausblick

Für die laufende Legislatur (2022 – 2026) setzte der Gemeinderat die folgenden drei finanzpolitischen Ziele fest. Zwei der drei langfristigen finanzpolitischen Ziele wurden mit der Jahresrechnung 2024 erreicht.

1. Mittelfristiger Ausgleich über 8 Jahre: + 11.8 Mio. Franken –> übertroffen

2. Steuerfuss max. 10 % über dem kantonalen Mittel (99 % im 2023): 110 % –> knapp verfehlt

3. Nettovermögen pro Einwohner(in zwischen 0 und 2’000 Franken: 1’111 Franken –> erfüllt

Trotz der positiven Ergebnisse in den vergangenen Jahren muss dem Finanzhaushalt weiterhin grosse Beachtung geschenkt werden, damit die finanzpolitischen Ziele weiterhin eingehalten und die geplanten hohen Investitionen ohne allzu grosse Verschuldung finanziert werden können.

Link Jahresrechnung 2024 – Detail

Link Jahresrechnung 2024 – Weisung

Link Jahresrechnung 2024 – Gemeinderatsbeschluss

Freundliche Grüsse
Stefan Gubler, Finanzvorsteher