Gemeinsam mit Wildberg gestärkt in die Zukunft
Pfäffikon und Wildberg sind schon jetzt Nachbarn, die sich kennen und schätzen. Das ist eine gute Basis, um in Zukunft noch enger zusammenzuarbeiten. Gemeinsam haben sie mehr Einfluss in der Region und können ihre Anliegen besser einbringen. Davon profitieren nicht nur die Einwohnerinnen und Einwohner von Pfäffikon, sondern auch die gesamte Region.

Grundsatzabstimmung vom 18. Mai 2025 «Ausarbeitung eines Vertrags über den Zusammenschluss von Wildberg mit Pfäffikon»
Die Idee einer Fusion von Pfäffikon und Wildberg eröffnet neue Chancen. Gemeinsam lassen sich Herausforderungen besser meistern und Stärken gezielter ausbauen.
Mit einem «Ja» in der Grundsatzabstimmung vom 18. Mai 2025 haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger den Gemeinderat beauftragt, die Modalitäten eines Zusammenschlusses der Gemeinden vertiefter zu prüfen und gestützt darauf einen Zusammenschlussvertrag zur Abstimmung zu bringen. Es ging also am 18. Mai 2025 noch nicht über den Vollzug einer Fusion – es sind zuerst zusammen mit dem Gemeinderat Wildberg die Grundlagen für einen Entscheid über eine Fusion zu erarbeiten. Den definitiven Entscheid über eine Fusion fällen die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der beiden Gemeinden in einer weiteren Urnenabstimmung über den Fusionsvertrag.
Stimmen aus der Gemeinde

«Mit der Fusion mit Wildberg gewinnen wir an Grösse und Stabilität, um künftige Herausforderungen aus eigener Kraft zu meistern. So stärken wir unsere Eigenständigkeit und die Handlungsfähigkeit unserer Gemeinde – heute und in Zukunft.»
Marco Hirzel, Gemeindepräsident

«Der Wochenmarkt lebt von regionaler Vielfalt und lokaler Wertschöpfung. Die Fusion stärkt genau dieses Miteinander. Sie macht unsere Gemeinde attraktiver, festigt das regionale Selbstbewusstsein und schafft neue Impulse für Gemeinschaft und gelebte Nähe.»
Claudia Knecht, Grüne Politikerin, Organisatorin des Wochenmarktes
Der Weg zu einer Gemeindefusion
Im Gemeindegesetz sind die Schritte zu einer Fusion von Gemeinden klar definiert. Es werden dabei vier Phasen durchschritten. Zuerst wird die Idee einer Fusion angestossen. Diesen Schritt haben die Gemeinden Wildberg und Pfäffikon mit der Grundsatzabstimmung an der Urne vollzogen. In der nun folgenden Phase wird ein konkreter Fusionsvertrag erarbeitet. Über die Zustimmung zum Fusionsvertrag wird anschliessend die Stimmbevölkerung in beiden Gemeinden an der Urne entscheiden.

Anfrage aus der Gemeinde Wildberg und erste Gespräche zwischen den Gemeinderäten
Am 22. Oktober 2023 hatten die Stimmberechtigen von Wildberg ihren Gemeinderat mit über 85 Prozent Ja-Stimmenanteil beauftragt, mit den Nachbargemeinden Fusionsgespräche aufzunehmen. Nach Analysen und Gesprächen mit Russikon, Wila und Pfäffikon fokussierte sich der Gemeinderat Wildberg auf weitere Abklärungen einer möglichen Fusion mit Pfäffikon.
Gemeinsamer Entscheid für Grundsatzabstimmungen in beiden Gemeinden
Vertreter der Gemeinderäte und Verwaltungen von Wildberg und Pfäffikon haben darauf hin zahlreiche Gespräche und detaillierte Abklärungen zu einer möglichen Fusion geführt. Die Gemeinderäte beider Gemeinden kamen dabei zur Überzeugung, dass eine vertiefte Prüfung Sinn macht und daher – wie gesetzlich vorgesehen – die Haltung der Bevölkerung der Bevölkerung der beiden Gemeinden im Rahmen einer Grundsatzabstimmung erfragt werden solle. Dieses Vorgehen macht Sinn, da die Klärung der Entscheidgrundlagen und die Ausarbeitung eines konkreten Fusionsvertrages mit einem gewissen Aufwand verbunden ist.
Die Grundsatzfrage der ersten Abstimmungsrunde lautete:
Sollen die Gemeinden Wildberg und Pfäffikon einen Vertrag über den Zusammenschluss der beiden Gemeinden ausarbeiten und zur Abstimmung bringen?
«Ja» in den Urnenabstimmung der Gemeinden Wildberg und Pfäffikon
Am 9. Februar 2025 hat die Bevölkerung von Wildberg mit 78,3 % Ja-Stimmen klar für die Ausarbeitung eines Zusammenschlussvertrags mit Pfäffikon gestimmt. Am 18. Mai 2025 erfolgte die Grundsatzabstimmung in der Gemeinde Pfäffikon: Mit 1’682 Ja- zu 1’634 Nein-Stimmen wurde die Vorlage – wenn auch knapp – angenommen (50,72% Ja- zu 49,28% Nein-Stimmen).
In einem nächsten Schritt wird die Ausarbeitung eines Fusionsvertrags zusammen mit dem Gemeinderat von Wildberg angegangen.
Über den erarbeiteten Fusionsvertrag wird in beiden Gemeinden gleichzeitig abgestimmt werden. Stimmen in diesen Abstimmungen beide Gemeinden zu, wird die Fusion umgesetzt. Wird die Vorlage von einer oder beiden Gemeinden abgelehnt, kommt die Fusion nicht zustande.
Die Bevölkerung wird während des gesamten Prozesses transparent über den Stand der Arbeiten und die nächsten Schritte informiert. Dafür wird auch diese Seite laufend aktualisiert.
Unterlagen zur Thematik
- Beleuchtender Bericht zur Grundsatzabstimmung 18.Mai 2025
- Swissplan – 1 Finanz- und Aufgabenplan 2024 – 2035
- Swissplan – 2 Finanz- und Aufgabenplan 2024 – 2035
- Synthesebericht Arbeitsgruppe Gemeinde 20230 – Zusammenarbeit verbessern
Häufig gestellte Fragen
(im Aufbau )
Wildberg hat alle Optionen geprüft und sieht in der Fusion mit Pfäffikon die beste Lösung. 78 % der Stimmenden von Wildberg haben Ja gesagt zur Erarbeitung eines Fusionsvertrags. Die Gemeinde bringt finanzielle Stabilität und wertvolle Landreserven mit. Das gibt Pfäffikon neue Möglichkeiten und regionale Stärke.
Pfäffikon bleibt Pfäffikon – mit mehr Fläche, mehr Möglichkeiten und mehr Stabilität. Die Fusion sichert Pflege, Infrastruktur und Entwicklung. Sie stärkt die Gemeinde für kommende Herausforderungen – ohne Verlust an Eigenständigkeit.
Nein. Mit der Fusion kommen nicht nur neue Aufgaben, sondern mittelfristig auch neue Ressourcen und Möglichkeiten: mehr Fläche, mehr Steuersubstrat, mehr Planungsspielraum. Die Fusion hilft, Entwicklungen besser zu koordinieren, statt sie einzeln stemmen zu müssen.
Pfäffikon sucht Lösungen für den Fachkräftemangel – wie viele Gemeinden. Eine Fusion ist keine zusätzliche Belastung, sondern Teil der Lösung. Denn sie erlaubt es, Aufgaben neu zu organisieren, Ressourcen zusammenzulegen und die Verwaltung zukunftsfähig aufzustellen. Der zusätzliche Koordinationsaufwand bei der Vertragserarbeitung ist zeitlich begrenzt – der Nutzen bleibt langfristig.
Die Kosten einer Fusion werden von den beteiligten Gemeinden getragen. Der Kanton unterstützt die Gemeinden aber mit namhaften finanziellen Beiträgen:
Der Kanton leistet einen Beitrag von Fr. 100’000 an die Projektkosten, die bei der Vorbereitung eines Zusammenschlusses von politischen Gemeinden anfallen.
Kommt der Zusammenschluss von zwei politischen Gemeinden zustande, so richtet der Kanton für dessen Umsetzung einen Beitrag von Fr. 350’000 aus.
Es ist davon auszugehen, dass die Rechnung der Gemeinde Pfäffikon kurzfristig etwas besser abschneiden und dass längerfristig gegenüber der Finanzplanung von Pfäffikon ohne Wildberg keine signifikanten Abweichungen bestehen.
Pfäffikon setzt sich seit Jahren für bessere ÖV-Anbindungen ein – etwa beim Ausbau der S3 oder häufigeren Fahrten der S19. Als grössere Gemeinde hat Pfäffikon mit Wildberg mehr Gewicht bei Kanton und Bund, was die Chancen für Verbesserungen im öffentlichen Verkehr erhöht.
Wildberg verfügt über Flächenreserven für neue Gewerbebauten. Das schafft neue Entwicklungsmöglichkeiten für bestehende Betriebe und macht Pfäffikon als Standort attraktiver – für lokale Unternehmen und Neuzuzügerinnen und Neuzuzüger.
Viele Vereine wie der Fussballclub oder der Unihockeyverein haben heute nicht genug Raum. Mit der Fusion wächst Pfäffikons Fläche um über 50 %. Dadurch entstehen neue Chancen für Sportanlagen und Treffpunkte. Kinder und Jugendliche sollen in Pfäffikon trainieren können.
Die Fusion stärkt das regionale Selbstbewusstsein und fördert kulturellen Austausch. Mehr Fläche, mehr Begegnungsmöglichkeiten, mehr Vielfalt – davon profitieren Wochenmärkte, Vereine, Veranstaltende und alle, die sich engagieren.
Pfäffikon setzt sich seit Jahren für bessere ÖV-Anbindungen ein – und bleibt dabei auch mit Wildberg am Ball. Als grössere Gemeinde hat Pfäffikon mehr Gewicht bei Kanton und Bund. Das stärkt nicht nur den ÖV in der Kernzone, sondern auch Busverbindungen in die Aussenwachten.
Bei einer Zusammenlegung der beiden Gemeinden wird am Standort der Primarschule in Wildberg festgehalten. Die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe aus Wildberg und Ehrikon besuchen vorerst weiterhin die Sekundarschule in Turbenthal. Das angedachte Vorgehen macht keine zusätzlichen Schülertransporte notwendig. Zudem kann an der bisherigen Schulraumplanung festgehalten werden.
Nein, eine Fusion mit Wildberg macht Pfäffikon nicht zu einer Stadt. Pfäffikon bleibt Pfäffikon. Wildberg würde eingemeindet und so zu einem Ortsteil, einer Aussenwacht oder einem Weiler von Pfäffikon.
Nein. Pfäffikon würde bei einer Fusion seine Organisationsform beibehalten und damit nach wie vor eine Versammlungsgemeinde bleiben. Mehrere noch grössere Gemeinden im Kanton Zürich haben auch kein Parlament eingeführt.
Nein, eine Steuererhöhung aufgrund einer Fusion ist weder notwendig noch geplant. Eine Analyse der Finanzfachleute von Swissplan.ch hat ergeben, dass die Finanzen der fusionierten Gemeinde auf Jahre hinaus stabil sein werden. Nach einer Fusion wäre die Situation sogar tendenziell stabiler.
Wildberg ist eine finanziell solide Gemeinde mit gut unterhaltenen Infrastrukturen. Die Netze für Wasser, Abwasser, Strassen und Feuerwehr funktionieren – sie müssen nicht neu gebaut, sondern koordiniert weiterentwickelt werden. Synergien senken dabei die langfristigen Kosten, zum Beispiel bei der Feuerwehr oder beim Winterdienst.
Nein, die aktuellen und geplanten Projekte von Pfäffikon werden von einer Fusion nicht tangiert und laufen normal weiter.
Die Gemeinde Pfäffikon ist in keiner Weise verpflichtet, eine engere Zusammenarbeit oder gar eine Fusion mit der Gemeinde Wildberg zu prüfen.
Die Gemeinde Pfäffikon ist nicht verpflichtet, die Gemeinde Wildberg bei der Lösung von strukturellen, organisatorischen oder betrieblichen Herausforderungen zu unterstützen.
Jede organisatorische oder auch betriebliche Veränderung ist mit Risiken verbunden, die unter Umständen schwer oder gar nicht voraussehbar sind.
Die Gemeinde Pfäffikon ist mit bedeutenden finanziellen Herausforderungen konfrontiert, die gelöst werden sollten, bevor ein aufwändiges Fusionsprojekt angegangen wird.
Die Gemeinde Pfäffikon ist bereits sehr ländlich geprägt und sollte sich eher in Richtung eines urbanen Zentrums entwickeln; die Aufnahme von Wildberg ginge daher in die falsche Richtung.
Mit der Grundsatzabstimmung vom 18. Mai wurde entschieden, ob die Gemeinde im Detail abklären soll, wie eine Fusion realisiert werden kann: Das umfasst alle relevanten Themen, von Gesundheit über Schule, Verkehr und Versorgung. In einer zweiten Abstimmung entscheiden beide Gemeinden, ob sie dem ausgearbeiteten Vertrag zustimmen wollen. Das garantiert Transparenz und Mitbestimmung.
Zwischen 2014 und 2023 wurden acht erfolgreiche Fusionen von politischen Gemeinden vollzogen. Die Zahl der politischen Gemeinden hat sich damit um zehn auf heute noch 160 reduziert. Die letzte Fusion betraf den Zusammenschluss der politischen Gemeinden Andelfingen, Humlikon und Adlikon; dabei wurden Humlikon und Adlikon per 1. Januar 2023 von Andelfingen aufgenommen. Auch im Bezirk Pfäffikon erfolgten vor ein paar Jahren bereits Fusionen: Per Anfang 2016 hat die Stadt Illnau-Effretikon die Gemeinde Kyburg und im 2015 hatte die Gemeinde Bauma die Gemeinde Sternenberg aufgenommen.
Umfassende Informationen zum Thema Gemeindefusionen finden Sie auf der Website des Kantons.