26.09.2024

Quaggamuschel-Fund im Zürichsee – Einwasserungsverbot für Greifen-, Pfäffiker- und Türlersee

Im Zürichsee wurde kürzlich die gebietsfremde, schädliche Quaggamuschel nachgewiesen. Um zu verhindern, dass sie mit Booten in andere Zürcher Seen verschleppt wird, hat der Kanton Zürich ab sofort ein Einwasserungsverbot für den Greifensee, den Pfäffikersee und den Türlersee erlassen.

Vor Kurzem hat das Wasserforschungsinstitut Eawag eine erstaunliche Entdeckung gemacht: Im Zürcher Seebecken sowie vor Thalwil wurden Quaggamuscheln gefunden. Diese Muschelart war ursprünglich in den Zuflüssen des Schwarzen Meers heimisch. Inzwischen hat sie sich auch in Schweizer Seen verbreitet, wo sie zunehmend häufiger anzutreffen ist. Sie bedroht nicht nur die heimische Tier- und Pflanzenwelt, sondern verstopft auch Trinkwasserleitungen und Anlagen von Wasserkraftwerken.

Der Greifensee, der Pfäffikersee und der Türlersee sind mit grosser Wahrscheinlichkeit noch frei von der Quaggamuschel. Damit dies auch so bleibt, hat die Baudirektion zum Schutz der drei Seen ab sofort ein Einwasserungsverbot für immatrikulierte Boote erlassen, da die Quaggamuschel sich über das Anheften an Bootsteile weiterverbreiten kann. Dies gilt als Übergangsmassnahme, bis andere Vorgaben zum Schutz der Zürcher Gewässer vor invasiven gebietsfremden Tieren und Pflanzen umgesetzt sind. Nur so kann gewährleistet werden, dass die wertvollen Ökosysteme dieser Seen auch weiterhin intakt bleiben.

Weitere Informationen sind der Medienmitteilung des Kantons Zürich zu entnehmen: https://www.zh.ch/de/news-uebersicht/medienmitteilungen/2024/09/quaggamuschel-im-zuerichsee-gefunden-einwasserungsverbot-fuer-greifen-pfaeffiker-und-tuerlersee.html