04.09.2020

Schliessung der Ausfahrt Seestrasse in die Hoch-/Kempttalstrasse und weitere Mitteilungen

Am 25. September 2017 stimmte die Gemeindeversammlung dem Gestaltungsprojekt Seestrasse mit der Einführung einer Begegnungszone (20 km/h) zu. Die Bauarbeiten konnten Ende Oktober 2019 erfolgreich abgeschlossen werden. Die ersten Erfahrungen und Rückmeldungen aus der Bevölkerung zeigen, dass sich Fussgänger durch die Motorfahrzeuge an der Seestrasse gestört und eingeschränkt fühlen. Einige Monate nach der Eröffnung hat zudem Schleichverkehr eingesetzt, indem vermehrt Automobilisten die Seestrasse als Abkürzung benutzen und diese dann oftmals zu schnell befahren. Diesen Eindruck bestätigten auch an der Seestrasse ansässige Gewerbetreibende anlässlich des Workshops „Belebung Innenstadt Pfäffikon“ diesen Sommer. Der Gemeinderat ersucht, den Durchgangsverkehr in der Seestrasse zu unterbinden.

Bedingt durch die Sanierung der Kempttalstrasse ist die Ausfahrt Seestrasse in die Hoch-/ Kempttalstrasse von April bis November 2020 für den Motorfahrzeugverkehr gesperrt. Auch während des Wochenmarkts bleibt die Ausfahrt jeweils geschlossen. Da bisher keine Beschwerden eingegangen sind, wird davon ausgegangen, dass sich das temporäre Verkehrsregime grundsätzlich bewährt.

Der Gemeinderat unterstützt das Anliegen, die Seestrasse mit baulichen Massnahmen vom motorisierten Verkehr zu entlasten. Entsprechend den Begehren der Workshop-Teilnehmenden sperrt er die Ausfahrt von der Seestrasse in die Hoch-/Kempttalstrasse für den Motorfahrzeugverkehr dauerhaft. Der Kostenvoranschlag für die Umsetzung des Projekts beläuft sich auf netto 69‘800 Franken. Dazu sind wenige bauliche Massnahmen nötig und die Lichtsignalanlage muss angepasst werden. In den nächsten Wochen wird das nach Strassengesetz notwendige Verfahren durchgeführt.

Link zum Gemeinderatsbeschluss Schliessung Ausfahrt Seestrasse in Hoch-/Kempttalstrasse

Liegenschaft Obermattstrasse 54 wird aus dem kommunalen Inventar der kunst- und kulturhistorischen Objekten entlassen

Für das ehemalige Primarschulhaus an der Obermattstrasse 54, welches heute als Kindergarten genutzt wird, stehen Sanierungsarbeiten und danach eine stärkere Nutzung durch die Schule an. In diesem Zusammenhang hat die Liegenschaftenverwaltung der Gemeinde die Schutzwürdigkeit des Gebäudes überprüfen lassen.

Gemäss Gutachten sollte bei dieser Liegenschaft die Gebäudehülle und die innere Struktur unter Schutz gestellt werden. Der Gemeinderat teilt die Einschätzung des Gutachtens nicht. Eine ausreichende Begründung zur Schutzwürdigkeit des Objektes wird mit dem Gutachten nicht erbracht. Das ehemals als Schulhaus errichtete Gebäude wurde nach für Landschulhäuser normierten Plänen erstellt. Daher fehlt dem wenig gehaltvollen Baukörper die Einzigartigkeit. Auch dessen Erscheinungsbild innerhalb des Quartiers ist unbedeutend. In der Interessenabwägung überwiegt die öffentliche Aufgabe, dass in den nächsten 15 Jahren genügend und zweckmässiger Schulraum zur Verfügung stehen muss, als die Liegenschaft Obermattstrasse 54 als mögliches Schutzobjekt zu erhalten. Bei einer Unterschutzstellung wären die Räume mittelfristig nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt für schulische Zwecke nutzbar. Der Gemeinde entstünden hohe Kosten für allenfalls notwendige Ersatzbeschaffungen. Dies erachtet der Gemeinderat als unverhältnismässig. Somit wird die Liegenschaft aus dem Inventar der schützenswerten Objekte entlassen.

Link zum Gemeinderatsbeschluss Liegenschaft Obermattstrasse 54, Entlassung aus kommunalen Inventar

Freundliche Grüsse

Bennie Lehmann, Gemeindeschreiber-Stellvertreter