Medienmitteilung Budget 2018

11.10.17   Kleiner Aufwandüberschuss bei Steuerfusserhöhung um 5 Prozent

Bei einem Aufwand von 65,1 Mio. Franken und einem Ertrag von 64,8 Mio. Franken weist das Budget 2018 einen Aufwandüberschuss von 244'450 Franken aus (Vorjahresbudget 356'300 Franken) bei einer Erhöhung des Steuerfuss um fünf Prozent auf neu 110 Prozent. Der Finanzplan für die kommenden Jahre zeigt weiterhin eine finanziell angespannte Situation.

Erfreulich ist die Zunahme bei den Gemeindesteuern, diese nehmen um total 2,3 Mio. Franken zu. Davon sind 0,85 Mio. Franken auf die gestiegene einfache Staatssteuer und 1,5 Mio. Franken auf die Steuerfusserhöhung zurückzuführen. Der Finanzausgleich nimmt leicht zu, von 8,5 Mio. auf 8,7 Mio. Franken, weil das kantonale Mittel leicht angestiegen ist. Positiv stimmen die leicht rückläufigen Pflegefinanzierungs-  und Sozialkosten, welche in den vergangenen Jahren zum Teil erhebliche Kostenzunahmen aufwiesen. Beim Geschäftsfeld Soziales sind vor allem die Kosten der Gesetzlichen Wirtschaftlichen Hilfe zurückgegangen. Bei der Pflegefinanzierung wurde aufgrund der aktuellen Zahlen die Hochrechnung erstellt und es konnte eine leichte Abnahme der Kosten festgestellt werden.  

Die grösste Kostenzunahme ist bei der Schule festzustellen. Die Mehrkosten sind überwiegend auf eine Zunahme der Schülerzahlen und somit zusätzlicher Klassen zurückzuführen. Der Budgetbetrag der Grundstückgewinnsteuern beträgt 2,96 Mio. Franken. Die von der Gemeindeversammlung beschlossene Budgeterhöhung für 2017 erweist sich als unrealistisch und wurde korrigiert.

Das Investitionsvolumen im Verwaltungsvermögen beträgt 8,9 Mio. Fran­ken (Vorjahr 9,9 Mio. Franken). Die grössten Investitionsposten sind die Sanierung Schulhaus Steinacker
(4,2 Mio. Franken), die Sanierung Schulhaus Pfaffberg (1,5 Mio. Franken) sowie die Sanierung des Kindergarten Mettlen (0,9 Mio. Franken). Bei den Strassen sind rund 1,4 Mio. Franken eingestellt. Die grössten Projekte sind Rappengasse (0,41 Mio. Franken) und Baumgartenstrasse (0,36 Mio. Franken). Für die Investitionen im Finanzvermögen sind netto 0,42 Mio. Franken budgetiert.

Der Cash Flow beträgt 4,0 Mio. Franken. Die geplanten Investitionen werden bei diesem Budget zu 45 Pro­zent aus eigenen Mit­teln finanziert. 

Entwicklung Steuerfuss in den letzten Jahren
Noch im Jahr 2008 lag der Steuerfuss bei 116 Prozent. Die Einführung des neuen Finanzausgleichgesetzes im Jahr 2012 brachte eine finanzielle Entlastung. Die Gemeinde gab diese Mehreinnahmen in Form von Steuerfusssenkungen kon­sequent an die Steuerpflichtigen weiter und senkte den Steu­erfuss in zwei Schritten von 114 auf 102 Prozent (Jahr 2013).

In den vergangenen Jahren stiegen die nicht steuerbaren Kosten aus un­terschiedlichen Gründen erheb­lich an und bei der Bildung ist weiterhin mit einer grossen Kostenzunahme zu rechnen (Zunahme Schülerzahlen).

Bereits in den vergangenen Budgetprozessen wurden die Kosten reduziert. Weitere Sparmassnahmen würden zu einem Abbau des Leistungsangebotes führen. Mit einer sehr zurückhaltenden Budgetierung hat der Gemeinderat die Kosten im Budget 2018 weiter reduziert. Diese Kürzungen haben jedoch nicht ausgereicht, um die Rechnung auszugleichen. Damit der Finanzhaushalt weiterhin im Gleichgewicht behalten werden kann, beziehungsweise keine weiteren Leistungen abgebaut werden müssen, sieht sich der Gemeinderat gezwun­gen, den Steuerfuss um fünf Steuerfussprozente auf neu 110 Prozent anzuheben.

Gesamtwürdigung und Ausblick

Von den drei finanzpolitischen Zielen werden zwei Ziele noch erreicht. Trotz einem Abbau wird sich das prognostizierte Nettovermögen Ende des Jahres 2018 im Rahmen der Zielbandbreite bewegen. Der Cash Flow von 4 Mio. Franken wird knapp erreicht.
Der Steu­erfuss liegt mit 110 Prozent ausserhalb der finanzpolitischen Ziel­vorga­ben (maximal 5 Prozent über dem kantonalen Mittel, welches aktuell bei rund 101 Prozent liegt). 

Der Gemeinderat erachtet es als vertretbar, dass dieses finanzpolitische Ziel für das nächste Jahr nicht erreicht wird. Dem Finanzhaushalt muss weiterhin grösste Beachtung geschenkt werden und weitere Massnahmen, wie z.B. zusätzliche Steuerfusserhöhungen oder ein Leistungsabbau, sind nicht auszuschliessen. Mit dem neuen kantonalen Gemeindegesetz muss der Finanzhaushalt mittelfristig ausgeglichen sein. Diese gesetzliche Vorgabe zwingt die Gemeinde Pfäffikon, womöglich weitere Massnahmen zu treffen.

Hochrechnung Jahr 2017
Das Budget 2017 wurde mit einem Aufwandüberschuss von 356‘300 Franken genehmigt. Gemäss Hochrechnung wird das Jahresergebnis um 1 – 2 Mio. Franken schlechter ausfallen. Hauptgrund sind die tieferen Einnahmen bei den Grundstückgewinnsteuern (Budget-Erhöhung von 900‘000 Franken durch Gemeindeversammlungsbeschluss war zu optimistisch) sowie die Mehrkosten bei der Schule.


Links zu Budget 2018:

Budget 2018 Gemeinderatsbeschluss 03.10.2017
Budget 2018 Details 03.10.2017
Budget 2018 Weisung 03.10.2017

Links zu Finanzplan:

Zusammenfassung Finanz- und Aufgabenplan 2017-2021 03.10.2017
Verabschiedung Finanzplanung mit Investitionsplanung 2017-2021 03.10.2017

Freundliche Grüsse
Gemeinderatskanzlei Pfäffikon ZH

Bennie Lehmann
Gemeindeschreiber-Stellvertreter

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