Medienmitteilung ASF

28.03.17   Arbeitsintegration wird ausgelagert

Das gemeindeeigene Arbeitsintegrationsprojekt ASF wurde in den letzten Monaten durch eine Arbeitsgruppe der Sozialbehörde mit externer Beratung organisatorisch und strukturell durchleuchtet. Die Analyse zeigt, dass der Betrieb zu klein ist, um die immer vielseitigeren Aufgaben und unterschiedlichsten Bedürfnisse kostendeckend zu erfüllen. Sozialbehörden und Gemeinderat haben deshalb entschieden, inskünftig kein eigenes Arbeitsintegrationsprogramm für Sozialbezüger/innen mehr an zu bieten. Das ASF wird Ende September 2017 geschlossen. Die Klienten werden in Zukunft ausschliesslich externe Arbeitsintegrationsplätze belegen. Die die drei betroffenen Mitarbeitenden gehen in Pension beziehungsweise übernehmen innerhalb der Verwaltung neue Aufgaben.

 

Exakt vor 20 Jahren hat das Arbeitsintegrationsprojekt ASF der Gemeinde Pfäffikon seinen Betrieb aufgenommen. Damals war es noch die Ausnahme, dass Programme angeboten wurden, um Sozialhilfeempfänger/innen möglichst rasch wieder in den Arbeitsmarkt einzugliedern. Pfäffikon war eine der ersten Landgemeinden, die eine eigene Arbeitsintegrationsstelle installierte. Der Betrieb ist im Laufe der Jahre kontinuierlich gewachsen. Die Dienstleistung wurde auch von anderen Gemeinden genutzt. In den letzten Jahren hat sich die Situation im Bereich der Arbeitsintegration aber grundlegend verändert. Die veränderten Lebensbedingungen der Klienten aber auch die Umwälzungen auf dem Arbeitsmarkt stellen ganz neue Anforderungen an die Art und das Ausmass der Betreuung und die Arbeitsbeschaffung. Parallel dazu sind die Teilnehmerzahlen massiv zurückgegangen und das ASF hat 2016 ein Defizit eingefahren.

 

 

Rückläufige Belegungszahlen

Die Untersuchung hat gezeigt, dass die vielseitigen und anspruchsvollen Aufgabenstellungen für eine wirkungsvolle und effiziente Betreuung und Beschäftigung der Klienten eine gewisse Betriebsgrösse voraus setzen. Pfäffikon allein kann dazu nicht genügend Teilnehmer/innen stellen. Die eigenen Belegungszahlen und diejenigen der Gemeinden der Region sind rückläufig. Nach der Reorganisation des Sozialamtes greifen die neuen effizienteren Abläufe und die intensivere Triage für neue Sozialfälle. Dadurch benötigen weniger Klienten eine Arbeitsintegration. Gleichzeitig ist im ganzen Kanton für die Integration von Sozialhilfebezügern und Asylsuchenden in den vergangenen Jahren ein differenziertes Programm-Angebot in verschiedenen anderen Gemeinden und Städten entstanden. Insbesondere in den Städten bestehen grosse Programme, die eine Konkurrenzsituation schaffen. Diese grossen Projekte agieren - im Gegensatz zum ASF Pfäffikon - von der Gemeinde unabhängig. Auch wenn die Gemeinde die rechtlichen Grundlagen anpassen würde, wäre der Betrieb immer noch zu klein. Die Behörden erachten es nicht als eine Kernaufgabe der Gemeinde, ein Integrationsprogramm für eine ganze Region zu führen.

 

ASF zuletzt defizitär

Im Jahre 2016 hat das Arbeitsintegrationsprojekt ASF ein Defizit von Fr. 250‘000.00 eingefahren. Das schlechte Resultat zeichnete sich bereits im letzten Herbst ab und ist durch den Rückgang bei den Teilnehmer/innen entstanden. Die schlechten Zahlen sind die logische Folge der Entwicklung und haben den Schliessungsentscheid massgeblich beeinflusst. Trotz der nun anlaufenden Restrukturierung muss im laufenden Jahr nochmals mit einem Defizit gerechnet werden. Ab dem Jahr 2018 führt die Massnahme aber zu Einsparungen in der Grössenordnung von Fr. 130‘000.00.

 

Klienten erfahren keine Nachteile

Gemeinderat und Sozialbehörde ist dieser Entscheid nicht leicht gefallen. Sie betonen, dass den Sozialhilfebezügern nach wie vor die Möglichkeit geboten wird, an Arbeitsintegrationsprojekten teil zunehmen. Bereits heute nimmt ein Teil der Klienten an auswärtigen Programmen teil. Das Angebot im Kanton Zürich ist gross genug.

 

 

Abbau von drei Arbeitsplätzen

Mit der Schliessung des ASF gehen drei Arbeitsplätze verloren. Zwei von drei Mitarbeitenden gehen vorzeitig in Pension. Der Betrieb hätte also auch aus personellen Gründen in absehbarer Zeit neu ausgerichtet werden müssen. Die Gemeinde kommt ihren rechtlichen Verpflichtungen gegenüber den Mitarbeitenden vollumfänglich nach. Einem jüngeren Mitarbeiter kann verwaltungsintern ein anderer Arbeitsplatz angeboten werden.

 

 

Weitere Auskünfte erteilt Sozialvorsteherin Karin Hügli Schweizer am Dienstag,

28. März 2017, von 13.30 bis 15.00 Uhr unter Tel. Nr. 079 409 82 47.

 

Freundliche Grüsse

 

Gemeinderatskanzlei Pfäffikon ZH

Hanspeter Thoma, Gemeindeschreiber

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