Medienmitteilung des Gemeinderates Pfäffikon ZH - Gemeindepolizei

23.04.14   Pfäffikon will sich definitiv der Gemeindepolizei Fehraltorf-Russikon anschliessen

Vor vier Jahren stimmte die Gemeindeversammlung Pfäffikon einem vierjährigen Versuchsbetrieb mit der Gemeindepolizei Fehraltorf-Russikon zu. Die Erfahrungen zeigen, dass neuralgische Orte wie der Seequai entschärft und das allgemeine Wohlbefinden der Bevölkerung gesteigert werden konnten. Aufgrund der erfolgreichen Testphase wird nun eine definitive Lösung mit sechs Polizisten im Polizeiverbund angestrebt. Die Zusammenarbeit wird mittels Anschlussvertrag geregelt und die Kosten für die Gemeinde Pfäffikon betragen jährlich rund Fr. 469'000.--. Die Stimmberechtigten können Ende September an der Urne über die Vorlage entscheiden.


Die Gemeinden Russikon und Fehraltorf arbeiten schon heute in vielen Bereichen erfolgreich mit der Gemeinde Pfäffikon zusammen. Beispiele sind das Zivilstandsamt, das Betreibungsamt, die Zivilschutzorganisation sowie die zivile Gemeindeführungsorganisation. Neben der Zivilschutzorganisation ist die Polizei ein wichtiger Pfeiler des Bevölkerungsschutzes. Seit dem Jahr 2007 erbringt die Gemeindepolizei Fehraltorf-Russikon auch für die Gemeinde Pfäffikon einzelne Dienstleistungen. Für den vollumfänglichen Versuchsbetrieb in den letzten vier Jahren wurden zusätzlich zwei Polizisten angestellt. Diese Lösung hatte für alle drei Gemeinden grosse Vorteile. Die Präsenz in den Gemeinden konnte erhöht werden und bei ausserordentlichen Ereignissen war die Gemeindepolizei rasch zur Stelle und konnte wo nötig die Kräfte der Kantonspolizei ergänzen.

In den letzten Monaten fanden zwischen der Gemeinde Pfäffikon sowie den Gründungsgemeinden Fehraltorf und Russikon intensive Gespräche über die weitere Zusammenarbeit im Polizeibereich statt. Es war schnell ersichtlich, dass die Gemeinde Pfäffikon an einer weiteren Zusammenarbeit im Polizeibereich interessiert ist. Der Gemeinde Pfäffikon war es aber auch wichtig, bei einer künftigen Lösung ein Mitbestimmungsrecht in der gemeinsamen Polizeikommission zu haben, was bei der heutigen Lösung mit Dienstleistungsvertrag nicht gegeben ist. Der Gemeinderat Pfäffikon hat sich deshalb für einen Anschluss an die Polizeiorganisation Fehraltorf-Russikon entschieden. Nach dem Anschluss der Gemeinde Pfäffikon sollen für das Gebiet der drei Gemeinden künftig 650 Stellenprozente für die Gemeindepolizei zur Verfügung stehen (Sollbestand für die Gemeinden Russikon und Fehraltorf heute 4 Polizisten). Dies beinhaltet auch die Anstellung einer Zivilperson für den Polizeiposten. Dadurch werden die Gemeindepolizisten von der Büroarbeit entlastet und können mehr draussen unterwegs sein. Die Kosten reduzieren sich für die Gemeinden Russikon und Fehraltorf um etwa Fr. 70'000.-- pro Jahr gegenüber einer Lösung ohne die Gemeinde Pfäffikon. Aber auch die Gemeinde Pfäffikon hat dadurch einen erheblichen Mehrwert im Sicherheitsbereich. Nach der Zustimmung durch den Souverän soll die Gemeinde Pfäffikon per 1. Januar 2015 volles Mitglied im Polizeiverbund werden.

Was bedeutet der Anschluss an den Polizeiverbund für Pfäffikon

Der vierjährige Versuchsbetrieb für jährlich Fr. 239'000.-- verlief für die Gemeinde Pfäffikon sehr erfreulich. Die neuralgischen Orte rund um Seequai und Bahnhof konnten entschärft werden und das Sicherheitsgefühl und Wohlbefinden der Bevölkerung wurde deutlich verbessert. Eine aktuelle Bevölkerungsumfrage unterstreicht diesen Eindruck sehr deutlich, weshalb nun ein definitiver Anschluss an den Polizeiverbund Fehraltorf-Russikon angestrebt wird. Der jährliche Beitrag für Pfäffikon beträgt aufgeteilt nach den Einwohnern der drei Gemeinden rund Fr. 469'000.-- für ein Korps von sechs Polizisten. Die markante Kostensteigerung ist auf das Einführen der Vollkostenrechnung zurückzuführen. Diese zeigt, dass der Versuchsbetrieb von den Nachbargemeinden kostenmässig unterschätzt wurde. Im Vergleich mit sechs Gemeinden und Städten der Region ist die geplante Gemeindepolizei Fehraltorf-Russikon-Pfäffikon mit einem Polizist auf rund 3'600 Einwohner jedoch unterdurchschnittlich dotiert. Der Gesamtaufwand pro Einwohner variiert bei den Vergleichsgemeinden zwischen Fr. 40.-- und Fr. 62.-- pro Jahr. Obwohl die Busseneinnahmen tief budgetiert sind, liegen die jährlichen Nettokosten für Pfäffikon mit rund Fr. 42.-- pro Einwohner im unteren Bereich. Dies hängt in erster Linie mit dem zurückhaltend geplanten Personalbestand zusammen.

Die Begehren der Bevölkerung können dank verstärkter Polizeipräsenz rasch, zuverlässig und bürgernah erledigt werden. Der ruhende Verkehr (blaue Zone, P&R Bahnhof) soll weiterhin durch einen privaten Sicherheitsdienst kontrolliert und die Kapazität der Polizei anderweitig genutzt werden. Auch die Kantonspolizei wird im bisherigen Umfang ihre Leistungen erbringen.

Der Gemeinderat beurteilt den Beitritt in den Gemeindepolizeiverbund als sinnvoll und das Bedürfnis nach einer eigenen Gemeindepolizei ist ausgewiesen. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger können am 28. September 2014 an der Urne über die Vorlage entscheiden.


Für Rückfragen:
Bruno Erni, Gemeindepräsident, Telefon 076 318 09 77
Mittwoch, 23. April 2014, zwischen 14.00 und 15.00 Uhr

 

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