Medienmitteilung des Gemeinderates Pfäffikon ZH

28.01.14  

 

Seestrasse: Nächste Schritte festgelegt

Am 24. November 2013 haben die Stimmberechtigten den Kredit von 4,3 Mio. Franken zur Sanierung und Beruhigung der Seestrasse, Kirchenplatz, Rappengasse und der Strasse im Platz abgelehnt. Der Gemeinderat hat seither die Gründe für die Ablehnung analysiert, Gespräche mit Vertretern des Kantons geführt und nun die nächsten Schritte festgelegt. Klar ist, dass die Vorlage weiterverfolgt, entflechtet und überarbeitet wird. Verzögerungen sind aber unumgänglich.

Der Gemeinderat hat, die Gründe, die zu diesem Entscheid geführt haben, eruiert. Dabei stützte er sich auf die öffentliche Diskussion im Vorfeld der Abstimmung. Im Rückblick lässt sich aus seiner Sicht folgendes festhalten. Die Kosten wurden als zu hoch empfunden und nur mit der Umgestaltung der Seestrasse in Verbindung gebracht. Dass mit dem Betrag auch der Kirchenplatz neu gestaltet und die Rappengasse und die Strasse Im Platz saniert werden sollten, ging in der Diskussion unter, obwohl der Gemeinderat darauf hingewiesen hat. Der knappe Entscheid gegen die Rückweisung des Projektes an der vorberatenden Gemeindeversammlung, die Uneinigkeit betreffend das Verkehrsregime sowie die Diskussion um eine Verschiebung des Dorfbrunnens wirkten verunsichernd. Schliesslich muss im Nachhinein konstatiert werden, dass keine Begeisterung für das Projekt entfacht werden konnte.


Aktuelle Situation verpflichtet zum Handeln

Für den Gemeinderat ist die aktuelle Situation unbefriedigend. Die Seestrasse bleibt sanierungsbedürftig und der Wunsch einer Umgestaltung ist nach wie vor vorhanden. Die revidierte, kantonale Verkehrsrichtplan steht unmittelbar vor der Genehmigung durch den Kantonsrat. Darin ist die Achse Uster-/Tumbelen-/Pilatusstrasse neu eine Staatsstrasse und die Seestrasse wird zur Gemeindestrasse abklassiert. Dieser Abtausch soll aus Sicht des Gemeinderates vollzogen werden. Damit erhält die Gemeinde Handlungsfreiheit über die Seestrasse. Die Sanierung der Werkleitungen in der Seestrasse, dem Kirchenplatz und den angrenzenden Strassen wird mittelfristig dringend. Die erarbeiteten Planungsgrundlagen können teilweise weiter verwendet werden.


Abgelehnte Vorlage entflechten

Aufgrund der beschriebenen Rahmenbedingungen muss der grosse Projektperimeter entflechtet werden. Es sind folgende Teilprojekte, die zeitlich und finanziell in sich geschlossen realisiert werden können, zu definieren.

-      Sanierung und Neugestaltung Seestrasse, neues Projekt

-      Umbau/Umgestaltung Kreuzung Uster-/Tumbelen-/Seestrasse, inkl. Kirchenplatz, unter Federführung des Kantons.

-      Vollzug kantonaler Verkehrsrichtplan bzw. Strassenabtausch mit Bereinigung der Eigentumsverhältnisse

-      Sanierung Rappengasse

-      Sanierung Dorfbach und Strasse Im Platz

Bei allen Bauwerken werden die Gemeindewerke gleichzeitig der Werkleitungen sanieren. Insbesondere beim neuen Projekt für die Seestrasse will der Gemeinderat die Öffentlichkeit mit umfassender Information noch stärker einbeziehen. Rappengasse und Im Platz werden dagegen nur noch erneuert. Zusammen mit der Sanierung des Dorfbaches sind dies sogenannte gebundene Ausgaben. Bei diesen Erneuerungsprojekten liegt die Kreditkompetenz beim Gemeinderat.


Gestaltung der Seestrasse nochmals grundlegend überdenken

Der Gemeinderat will auf der konzeptionellen Ebene nochmals verschiedene Gestaltungsvarianten und Verkehrsregime prüfen. Im Vordergrund stehen Tempo 30, Begegnungs- oder Fussgängerzone. Die Verkehrsführung und die Anschlusslösungen an die Kempttal-/Hochstrasse beziehungsweise an die Uster-/Tumbelenstrasse gehören ebenfalls dazu. Daneben werden alle Gestaltungsmöglichkeiten und Baustandards nochmals überprüft. Diese werden das Erscheinungsbild der Strasse und die Kosten beeinflussen. Interessierte und Betroffene sollen sich in einer noch zu bildenden Arbeitsgruppe einbringen und den Gemeinderat dabei unterstützen, einen neuen, mehrheitsfähigen Vorschlag zu erarbeiten. Eine externe Fachperson soll Arbeitsgruppe und Gemeinderat unterstützen und die diskutierten Vorschläge - kompatibel mit den Vorschriften – umsetzen.
 

Verzögerungen sind unumgänglich

Beim Gemeinderat hat die Sanierung der Seestrasse weiterhin hohe Priorität. Die Aufteilung in Teilprojekte und die sich ändernden Grundlagen führen zu einem neuen Terminplan. So wird die Bauherrschaft beim Umbau der Verzweigung Uster-/See-/Tumbelenstrasse (Kirchenplatz) beim Kanton liegen. Dieser plant den Umbau zusammen mit der Sanierung der Usterstrasse voraussichtlich im Jahr 2016. Den Strassenabtausch will der Kanton ebenfalls erst dann vollziehen. Der Kanton signalisiert jedoch seine Bereitschaft, auf den bestehenden Planungsgrundlagen Absichtserklärungen aufzubauen und weiterhin eng mit der Gemeinde zusammen zu arbeiten. Für die übrigen Teil-Projekte ist der Gemeinderat zuständig. In den nächsten Wochen wird die Arbeitsgruppe gebildet und die Projektorganisation samt Zeitplan und Kostenfolge konkretisiert. Die Bevölkerung wird dann wieder informiert.

 

Für Rückfragen
Lukas Steudler, Gemeinderat/Verkehrsvorstand, Tel.Nr 079 372 25 41 am Dienstag, 28.Januar 2014, von 14.30 bis 16.30 Uhr

Übersicht Seestrasse Kirchenplatz Etappen

Pfäffikon, 28. Januar 2014

Kontakt

Gemeindeverwaltung Pfäffikon
Hochstrasse 1
8330 Pfäffikon
Telefon +41 (0)44 952 52 52
Fax. +41 (0)44 952 52 00
Mail gemeinde@pfaeffikon.ch
Web www.pfaeffikon.ch

Öffnungszeiten

  • Montag
    08:30 - 11:30 / 13:30 - 18:30 Uhr
  • Dienstag - Donnerstag
    08:30 - 11:30 / 13:30 - 16:30 Uhr
  • Freitag
    07:30 - 14:00 Uhr

Multimedia

Social Media

Hier finden Sie uns:


zum Ortsplan
Impressum   |   Datenschutz   |   Login powered by © 2018 | Gemeindeverwaltung Pfäffikon